Glenfiddich and Simon Berger In Conversation With: Simon Berger, Swiss Contemporary Artist

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We had the pleasure of interviewing renowned contemporary artist, Simon Berger, in relation to his recent collaboration with Glenfiddich. The below interview was conducted in German, an English translated version can be found underneath.

 

Was ist dein Hintergrund?

Ich bin ein Autodidaktischer Macher. Ich bin in Herzogenbuchsee (Schweiz) aufgewachsen und habe nach dem Besuch der Primär- und Sekundärschule eine Lehre als Schreiner absolviert. Meine natürliche Anziehungskraft zu Holz inspirierte mich zu meinen ersten Straßenkreationen. Ich liebe auch die Mechanik und bei der Arbeit an Autokarosserien und vor allem an Windschutzscheiben wurde meine Glaskunst geboren. Heute lebe und arbeite ich in meinem eigenen Atelier in Niederönz.

 

Können Sie uns mehr über den Prozess und die Technik Ihrer Kunstwerke erzählen?

Im Grunde genommen ist es ganz einfach. Ich suche nach geeigneten Fotos von Gesichtern, dann versuche ich sie mit dem Hammer auf dem Glas darzustellen. Menschliche Gesichter haben mich schon immer fasziniert. Nicht alle Gesichter und nicht alle Fotos sind dafür geeignet. Im Laufe der Zeit habe ich ein Gefühl für die Wirkung verschiedener Gesichter und verschiedener Emotionen auf Glas entwickelt. Auf Sicherheitsglas kommen diese Motive besonders gut zur Geltung und ziehen die Besucher magisch an.

 

Die Technik besteht lediglich darin, mit einem Hammer die Tiefe des Materials zu erkunden. Je näher und kürzer die Schläge sind desto stärker sind die Kontraste und Schattierungen

 

Was hat Sie an Glas als Leinwand gereizt?

Primär war ich auf der Suche nach einer Form von Darstellung, die es so noch nicht gegeben hat. Etwas Neues, Eigenes. Glas ist ein spannendes und zeitloses Material. Ich liebe die Kombination von Hammer und Glas, ich kann damit Kraft vermitteln. Und mich fasziniert wenn ein Werk Kraft und Energie verkörpert. Wenn ich durch Zerstörung Schönheit schaffen kann macht mich das richtig stolz.

 

Wie wirkt sich das Leben in der Schweiz auf Ihre Kunst aus?

Wir werden hier verwöhnt, haben einen hohen Lebensstandard und müssen uns um die elementaren Bedürfnisse im Leben meist keine Sorgen machen. Für den Start als Künstler war das klar ein Vorteil.

 

Woher kommt deine künstlerische Inspiration? Was hat Sie bei der Zusammenarbeit mit Glenfiddich als Teil der Grande Composition inspiriert?

Ich liebe erstklassige Genussmittel und lasse mich von diesen inspirieren. Daher wurde ich auch schnell warm mit der Marke und der Geschichte von Glenfiddich, ich erkenne auch Parallelen zu meinem Streben nach Unabhängigkeit und danach, einen eigenen Weg zu suchen und zu gehen. Ich untersuchte die Verpackungen von Grande Couronne und fragte mich, welches Unternehmen und welche Werte dahinter stehen. Dann habe ich überlegt, wie ich diese Werte in meinem Kunstwerk widerspiegeln könnte. Die Gesichter, die ich geschaffen habe, transportieren die Emotionen, die ich in der Marke sehe. Meine Inspiration kommt von innen, es ist ein unbändiger Drang nach Werten, die mir wichtig sind. Ich vergleiche mich gerne mit dem Antrieb eines Sportlers...

 

Wie navigieren Sie durch die Kunstwelt?  Ist es nicht schwer sich von Ihren Werken zu trennen?

Es ist keine einfache Welt, die Kunstwelt, wenn das meine Berufung ist, werden sich immer Türen öffnen. Trennungen von den Werken fallen mir leicht, da ich jeweils nach vorne schaue und im Kopf bereits das nächste Projekt in Angriff nehme.

 

--- ENGLISH TRANSLATION --- 

What is your background?
 
I am a self-taught maker. I grew up in Herzogenbuchsee, Switzerland, and after attending primary and secondary school, I completed an apprenticeship as a carpenter. My natural attraction to wood inspired my first street creations. I also love mechanics and while working on car bodies and especially windshields, my glass art was born. Today I live and work in my own studio in Niederönz.

 

Can you tell us more about the process and technique of your artwork?
 
Basically, it's quite simple. I look for suitable photos of faces, then I try to depict them with a hammer on the glass. Human faces have always fascinated me. Not all faces and not all photos are suitable for this. Over time, I have developed a feeling for the effect of different faces and different emotions on glass. On safety glass, these motifs come out particularly well and magically attract visitors. 

The technique is simply to explore the depth of the material with a hammer. The closer and shorter the blows, the stronger the contrasts and shadings.

 
What attracted you to glass as a canvas?
 
Primarily, I was looking for a form of representation that hadn't existed before. Something new, something of my own. Glass is an exciting and timeless material. I love the combination of hammer and glass, I can convey power with it. And I am fascinated when a work embodies power and energy. When I can create beauty through destruction, it makes me really proud.
 

 How does life in Switzerland affect your art?
 
We are pampered here, have a high standard of living and usually don't have to worry about the basic needs in life. For starting out as an artist, that was clearly an advantage.

 

Where does your artistic inspiration come from?  What inspired you to work with Glenfiddich as part of Grande Composition?
 
I love premium epicureans and get inspired by them. That's why I quickly warmed up to the Glenfiddich brand and story; I also recognize parallels with my quest for independence and to seek and follow my own path. I examined Grande Couronne's packaging and wondered about the company and the values behind it. Then I thought about how I could reflect those values in my artwork. The faces I created convey the emotions I see in the brand. My inspiration comes from within, it's an irrepressible drive for values that are important to me. I like to compare myself to the drive of an athlete....

 

How do you navigate the art world?  Isn't it hard to part with your works?
 
It's not an easy world, the art world, if that's my calling, doors will always open. Separations from the works are easy for me, because I always look ahead and in my head I am already tackling the next project.